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November, 2018

Liebe Spenderinnen und Spender,
Liebe Freunde von "ganzheitlich gesund!",

bei der Konferenz für gesunde Bildungswelten EDU HEALTH SUMMIT, die wir vor kurzem in Mannheim besuchten, wurden wir gleich beim Eingangsreferat von Dr. med. Schmidt-Troschke durch diese Aussage überrascht: „... In meinem Studium als Arzt kam der Begriff Gesundheit praktisch überhaupt nicht vor.“ Gleich darauf auch Dorothée Remmler-Bellin vom Berufsverband der Präventologen: „... In meinem Lehrerstudium habe auch ich nichts von Gesundheit gehört ...“ Zwei gleichlautende Aussagen also, die uns mehr als nachdenklich machten. Wo leben wir eigentlich, wenn in zwei so wichtigen und elementaren Ausbildungsgängen Gesundheit nicht einmal thematisiert wurde?

Doch es bewegt sich etwas, wie bei dem sehr informativen Vortrag „Bildung als Heilmittel für eine gesunde Zukunft“ von Dr. med. Ellis Huber zu hören war. Aus seinen jahrzehntelangen Erfahrungen präsentierte er eine Reihe von Projekten dafür, wie eng Bildung und Gesundheit zusammenhängen und sich wechselseitig bedingen. Und in welch vielfältiger Bedeutung Bildung im wahrsten Sinne des Wortes eine unverzichtbare Voraussetzung für Gesundheit im Leben ist - von der Kindheit bis ins hohe Alter. Interessant empfanden wir in diesem Zusammenhang die folgenreichen Auswirkungen unseres mittlerweile gewohnten Denkens in Kategorien von „Wir“ statt „Ich“. Dargestellt wurde die positiven Effekte eines Wandels vom Ich zum Wir anhand zahlreicher, bereits erfolgreich realisierter Projekte, wie sie in der Fernsehreihe Landleben 4.0 des Senders SWR zu sehen sind. Oder an Schulprojekten wie der Mittelschule in Mömbris, wo fächerübergreifend bestimmte Jahrgangsstufen gesundes Schulessen für alle kochen und von der Planung bis zum Abwasch auch verantwortlich und mit viel Freude dabei sind.

Wie Schule und Gesundheit heute zusammen gehen könnten und sollten, stellten auch die Vorträge der anderen Referenten aus den unterschiedlichsten Bereichen von Medizin und Pädagogik unter Beweis. Und das wirklich Großartige daran ist, daß solche Projekte nicht primär ein finanzielles Problem darstellen. In erster Linie erfordert dies nur ein anderes Denken und die Bereitschaft, sich mit solchen Ideen überhaupt auseinanderzusetzen. Und wir brauchen die Begeisterung dafür, diese finanziellen Mittel auch mit Kopf und Verstand einzusetzen.

Beispielhaft zu sehen und hören in dem 30minütigen Vortrag des bekannten Neurobiologen Prof. Dr. Gerald Hüther, den wir mit freundlicher Genehmigung der Veranstalter diesem Newsletter verlinken. Er machte in seinen Ausführungen deutlich, daß wir die einzige Spezies auf dieser Welt sind, die Verantwortung übernehmen können und auch müssen. Oder wörtlich: „Ich bin hierher gekommen weil ich finde, daß es wichtig ist, wenn wir es schon nicht hinkriegen, daß Kinder als begeisterte Entdecker und Gestalter aus der Schule hinten rauskommen, dann wäre es wenigstens gut, daß sie dabei nicht auch noch krank werden.“

Leider können wir hier nicht diese durchwegs hochinteressante Veranstaltung komplett wiedergeben. Doch vielleicht tragen schon diese wenigen Informationen mit dazu bei, daß wir alle in unserem Leben künftig Bildung und Gesundheit etwas mehr Raum geben. Denn das ist es auch, was wir als Stiftung unter ganzheitlich gesund verstehen und fördern.
Und wenn jemand in Anbetracht dieses newsletters und der bevorstehenden Weihnachtszeit einen finanziellen Beitrag dazu leisten möchte: Die entsprechende Bankverbindung ist auf unserer Webseite leicht zu finden.

Vielen Dank und alles Gute wünschen von ganzem Herzen

Wolf Kurzenhäuser und Fee Friese


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