Newsletter

September, 2018

Liebe Spenderinnen und Spender,

Liebe Freunde von "ganzheitlich gesund!",

als wir uns bei der Stiftungsgründung mit dem Thema Namensgebung beschäftigten war klar, daß auch das Thema „Selbstverantwortung“ einen hohen Stellenwert haben muß: Mitgefühl auf Seiten derer, die uns behandeln - aber gleichermaßen Selbstverantwortung für unser Dasein im ursprünglichen Sinn des Wortes.

Nun werden wir leider Tag für Tag daran erinnert, daß der Begriff „selbst“ im allgemeinen Sprachgebrauch eine ungute Dominanz erfahren hat. „Verantwortung" ist dagegen in diesem Zusammenhang vielfach zum Fremdwort mutiert - immer öfter hat es nicht mehr viel mit uns selbst zu tun.

Während nun das Selbst immer mehr aufgebläht und somit bedeutender wird - was sich unübersehbar an der Verbreitung der sogenannten „Selfies“ zeigt - will eine wachsende Zahl unserer Mitmenschen von einer Eigenverantwortung für dieses Selbst offensichtlich nicht allzuviel wissen. Das wird im Alltagsleben mit oft fatalen Konsequenzen sichtbar - ganz deutlich wird es jedoch bei einem Blick auf die daraus resultierenden Folgen. Wohlwissend, daß viele unserer Lebensweisen alles andere als förderlich für unsere Gesundheit sind, fällt es unendlich schwer, diese wirklich und nachhaltig zu verändern. Wenn z.B. das Körperbild nicht mehr dem Ideal entspricht, bedarf es einer entsprechenden Korrektur, bei Kopfschmerzen oder Schlafproblemen der im Fernsehen beworbenen Wunderpillen, zur Stimmungsaufhellung ein Gläschen Prosecco, bei Müdigkeit irgendwas Coffeinhaltiges. Der „Rezepturen“ haben wir unendlich viele - dabei wissen wir genau, daß dies die richtigen Wege eher nicht sind. Es sind Gewohnheiten, für die letztendlich ein hoher Preis zu bezahlen sein wird. Denn irgendwann werden wir unmißverständlich daran erinnert, was Selbstverantwortung meint. Unsere Aktivitäten und Gepflogenheiten im Alltag, unser medialer „Konsum“ und vor allem unsere Ernährungsgewohnheiten sind - um es salopp auszudrücken - grundsätzlich unser eigenes Bier. Schließlich spüren wir sehr schnell, was uns gut tut und - das Wunderbare daran - wir haben grundsätzlich die Möglichkeit, es auch umzusetzen.

Ganz sicher weiß die Mehrzahl unserer newsletter-Leser, was Selbstverantwortung im Alltagsleben bedeutet. Alle wissen auch, daß die Rückbesinnung darauf mitunter ein mühsamer Prozess sein kann, der immer wieder Kraft, Einsicht und Ausdauer erfordert. In diesem Sinne sehen wir eben auch in der Stärkung von Selbstverantwortung einen wichtigen Beitrag unserer Stiftung zu ganzheitlicher Gesundheit.

In diesem Sinne wünschen von Herzen alles Gute

Wolf Kurzenhäuser und Fee Friese

PS: Keinesfalls ist Selbstverantwortung im Sinne von Selbstoptimierung zu sehen, wo unter Zuhilfenahme digitaler Technik gesundheitsförderndes Verhalten suchtähnlich pervertiert. Interessante Einblicke in die neue Entwicklung und Weltsicht gibt dieser aufschlussreiche Beitrag von Prof. Dr. Viviane Scherenberg: „Digitale Verheißung“, vor wenigen Tagen in der neuesten Ausgabe der Fachzeitschrift Dr. med. Mabuse erschienen.




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