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November, 2016

Liebe Spenderinnen und Spender,
Liebe Freunde von "ganzheitlich gesund!",

um von vornherein einem möglichen Mißverständnis vorzubeugen: es geht uns keinesfalls darum, über ärztliche Fehler oder gar Inkompetenz zu klagen. Auch wenn neueste Untersuchungen eines Wissenschaftlerteams der renommierten amerikanischen Mayo-Clinic für das auch hierzulande vieldiskutierte Thema ärztlicher Fehldiagnosen eine andere Sprache sprechen. Es geht uns allein um mehr Klarheit zu diesem Thema und daraus sinnvolle und angemessene Konsequenzen zu ziehen.

Es ist schon interessant, daß in fast allen Bereichen der Schulmedizin zwar immer weitere, präzisere Details durch die weiterentwickelte medizinische Technik zur Verfügung stehen. Aber dann offensichtlich vor lauter Bäumen der Wald nicht mehr gesehen wird. Gefangen von einer Unmenge von Detailinformationen wird ausgeblendet, daß der Mensch mehr ist als seine Röntgenbilder und Blutwerte. Völlig aus den Augen verloren wird, daß hinter jedem diagnostizierten Tumor ein höchst lebendiges, menschliches Wesen mit einer vollkommen individuellen Biographie, Wünschen, Bedürfnissen, Erwartungen und Ängsten steht. Dieser Tatsache gilt es primär gerecht zu werden - nicht nur einigen entarteten Zellen in einem menschlichen Organ. Schließlich existieren da auch noch Billionen gesunder Zellen. Oder - wie es der ärztliche Leiter der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr Dr. med. György Irmey beim Kongress seiner Gesellschaft vor kurzem in Heidelberg ausdrückte: "Wir müssen die Standardisierung bei Krebs endlich auf die Person und Situation individuell anpassen. Wir wissen längst, daß es keine zwei identische Menschen auf dieser Welt gibt - mithin kann es auch nicht die eine Therapie bei Krankheit geben."

Wichtigste Konsequenz aus dieser grundlegenden Erkenntnis ist es, vor einer Entscheidung für Behandlung und Therapie bei schweren Krankheiten eine ärztliche Zweitmeinung einzuholen. Wobei wir der Meinung sind: Unter Umständen sogar noch eine dritte. Dabei kann es nicht darum gehen, von einem Arzt zum andern zu laufen, auf der Suche nach einer möglicherweise angenehmeren Diagnose. Eine Zweitmeinung erfordert eine qualifizierte, unvoreingenommene Meinung: bei der Diagnose wie bei der daraus abgeleiteten Therapie und nicht zuletzt bei begleitenden beziehungsweise ergänzenden Maßnahmen.

Kompetente "Anlaufstation" zur Zweitmeinung ist idealerweise die bundesweit tätige Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr. Bei deren Konferenz mit dem Titel "Selbstheilung im Fokus" waren vor kurzem sowohl von ärztlicher als auch aus (Zweitmeinung - mehr als ein Schlagwort?) Patientensicht viele interessante, neue Aspekte zu hören.

Einige Stimmen aus dem Kreis der Verantwortlichen sind in einem kleinen Bericht zur Konferenz zusammengefasst und abrufbar.

Wieder einmal mehr waren dies zwei lehrreiche Tage, die uns die beeindruckende Vielfalt des Mensch- und Patientseins vor Augen geführt haben. Und es bewies uns erneut, wie wichtig und wertvoll die Unterstützung solcher Projekte ist.

Mit herzlichen Grüßen an alle, die diese Einschätzung mit uns teilen.

Wolf Kurzenhäuser und Fee Friese


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